"Wir suchen die persönliche Arbeitsbeziehung und Nähe zu unseren Mandanten. Denn wir sind davon überzeugt, dass sich die besten Lösungen nur gemeinsam erzielen lassen."
Kompetenzen Kanzlei Schiedermair
Prozessführung und alternative Verfahren der Konfliktlösung

Mediation

Was ist Mediation?

Mediation bedeutet Vermittlung.

Die Mediation ist eine außergerichtliche Form der Konfliktbearbeitung mit dem Ziel, eine für alle Beteiligten vorteilhafte Regelung zum Zwecke der Streitbeilegung zu finden. In einem vertraulichen und strukturierten Verfahren erarbeiten die Konfliktparteien unter Anleitung eines neutralen Dritten, dem Mediator, eine einvernehmliche und zukunftsorientierte Lösung, bei der für jede und jeden idealerweise mehr herauskommt als bei einem schlichten Vergleich oder bei einem Gerichtsurteil. Dabei spielen für den Mediator der Respekt vor den Wünschen der Konfliktparteien und die Würdigung ihrer Interessen sowie die gleichwertige Wahrnehmung der Sichtweisen aller Beteiligten eine maßgebliche Rolle. Am Ende des Mediationsverfahrens steht eine gemeinsam gefasste und vom Mediator begleitete Abschlussvereinbarung. Vor Unterzeichnung derselben hat jede Partei die Möglichkeit, diese z.B. rechtlich oder steuerlich überprüfen zu lassen.

Warum Mediation?

Es gibt viele gute Gründe, ein Mediationsverfahren durchzuführen.

Im Zentrum steht das Bestreben, effizient und kostengünstig eine einvernehmliche Konfliktlösung herbeizuführen, die für alle Parteien gewinnbringend ist (sog. „Win-Win“-Lösung).

Langwierige Gerichtsverfahren können vermieden oder abgekürzt werden; langjährige Kontakte etwa von Geschäftspartnern, Kollegen oder Familienmitgliedern werden geschont und bewahrt. Das Mediationsverfahren erlaubt die Vereinbarung absoluter Verschwiegenheit der Parteien untereinander; der Mediator ist ohnehin zur Verschwiegenheit verpflichtet. Die Möglichkeit eines späteren Gerichtsverfahrens wird durch eine Mediation dennoch nicht ausgeschlossen.

Wann Mediation?

Ein Mediationsverfahren bietet sich in vielen Lebensbereichen und Rechtsgebieten an.

Wo Rechtsverhältnisse naturgemäß eng mit persönlichen Belangen verwoben sind, hat die Mediation ihre traditionellen Stärken; hierzu zählen etwa Familienkonflikte wie Trennung und/oder Scheidung (Familienmediation), Nachfolgeregelungen oder erbrechtliche Auseinandersetzungen (Erbmediation), schulische Angelegenheiten oder Konflikte unter Nachbarn.

Darüber hinaus ist die Mediation längst erfolgreich auch im allgemeinen Wirtschaftsleben etabliert (Wirtschaftsmediation). Dort eignet sie sich etwa zur Klärung von Gesellschafter-streitigkeiten, innerbetrieblichen Auseinandersetzungen, in komplexen Bauangelegenheiten sowie im Zusammenhang mit gewerblichen Schutzrechten.

Wie lange Mediation?

Durch Mediation kann ein Konflikt regelmäßig deutlich schneller und folglich günstiger als etwa durch einen Gerichtsprozess beigelegt werden. Eine Mediation dauert im Durchschnitt drei bis fünf Sitzungen und eine Sitzung  in der Regel zwei bis vier Stunden. Letztlich aber ist jede Mediation ein Einzelfall und die tatsächliche Verfahrensdauer hängt allein von den Bedürfnissen der beteiligten Parteien und von der Komplexität bzw. vom Umfang der Konfliktthemen ab.

Begrenzte Konflikte mit nur wenigen Streitpunkten können auch im Rahmen einer sog. Kurzzeitmediation nach nur einer oder zwei Sitzungen zu einem Ergebnis geführt werden. Mittels Mediation können auch Teilbereiche eines komplexen Konflikts vorab oder im laufenden Prozess einer gesonderten Streitbeilegung zugeführt werden, um so den Weg etwa für ein Gerichtsverfahren oder einen (gerichtlichen) Vergleich freizumachen. Bei sehr komplexen Sachverhalten und in bestimmten Fallkonstellationen empfiehlt es sich, einen Co-Mediator hinzuzuziehen.

Was kostet Mediation?

Die Kosten einer Mediation werden nach Zeitaufwand abgerechnet und im Regelfall von allen Parteien gemeinsam getragen. Abweichende Vereinbarungen sind selbstverständlich möglich.

Wo Mediation?

Bei Interesse wenden Sie sich gerne zur Vereinbarung eines Erstgesprächs an uns.

Lothar Thür

Christoph M. Tegel

Stephanie G. Hartung, LL.M. (USA)